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LINKE LÄUFER

LINKE LÄUFER  Ein Requiem für Jenö Konrad

Im August 1932 titelte die antisemitische Wochenzeitung „Der Stürmer“: „Der 1. Fußballklub Nürnberg geht am Juden zugrunde.“ Dieser Jude, an dem der Club angeblich zugrunde ging, war der ungarische Trainer Jenö Konrad. Dem bis dahin sehr erfolgreichen Clubtrainer wurden nur zwei Niederlagen zum Verhängnis. Denn mit diesen Misserfolgen war zum einen nicht nur die deutsche Fußballmeisterschaft verloren, sondern es begann zum anderen die unerbittliche Jagd auf einen Menschen. Und weil Jenö Konrad die Bedrohlichkeit der Situation Gott sei Dank erkannte, verließ er Deutschland mit Frau und Tochter noch im selben Monat. Nach einer langen Odyssee quer durch Europa konnte er sich eine neue Existenz aufbauen. Seinen Trainerberuf jedoch übte er nie wieder aus. Der Autor Albert Ostermaier begibt sich auf eine fiktive Reise in die Gedanken- und Gefühlswelten von Jenö Konrad, schreibt ein Stück Nürnberger Fußballgeschichte neu. Er widmet das Stück einem anderen Trainer des 1. FCN: Hans Meyer.

Plärrer, Nürnberg 29.06.2016 – Friedrich J. Bröder
„(…) Großer Beifall für ein Polit-Fußball-Drama mit nicht nur regionalem Bezug.“

Florian Welle, Süddeutsche Zeitung 14.06.2016
„(…) Ostermaier ist ein Fußballverrückter (…) Sein jüngstes Drama hat mehr Substanz , weil er weitgehend auf Pathos verzichtet. (…) 2012 huldigten die Fans des 1. FC Nürnberg Konrad in einer Stadionchoreographie. Ostermaiers Werk ist die würdige Fortsetzung dieser Hommage mit dramatischen Mitteln.

„Regina Urban, Nürnberger Nachrichten 11.06.2016
„(…) Beim Epilog, der 1955 im amerikanischen Exil spielt, steht Konrad in der Ecke hinter dem Publikum, allein im Scheinwerferlicht und muss sich der dreisten Fragen eines Reporters erwehren. Bescheiden, aber bestimmt, unbestechlich, mit seinem Schicksal versöhnt, sich und dem Club treu geblieben – ein stilles, starkes Schlussbild am Ende eines starken Stücks. „

Project details

  • Staatstheater Nürnberg – UA 09. Juni 2016
  • Inszenierung: Oliver D. Endreß

  • Fotos:  copyright Staatstheater Nürnberg/Marion Bühel
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