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GOLD. Der Film der Nibelungen

„Gold. Der Film der Nibelungen“
von Albert Ostermaier
„Der Film der Nibelungen“, das war der Lebenstraum des exzentrisch genialen Produzenten. Der junge Nachwuchsregisseur Kubik besetzt die Rolle der Kriemhild und Brünhild doppelt. Kubik will, dass das, was zwischen den Nibelungen geschah, auch zwischen seinen Schauspielern geschieht. Eine Flut von Gerüchten und Verleumdungen im Vorfeld des Drehs wurden von Peter Scheumer lanciert, dem Society-Reporter und engen Vertrauten Trauers. Die Stimmung ist explosiv, jeder intrigiert gegen jeden, jeder hat etwas zu verbergen und zu verlieren. Liebe, Rache, Gewalt, Tod und Leidenschaft: Das Nibelungenlied wird zum geheimen Drehplan. Und nicht nur im Streit der Königinnen eskaliert das Drama vor dem Dom. „GOLD“ erzählt von einem Filmteam, das sich liebt und hasst, zerfleischt und küsst, während alles rettungslos auf ein Finale zuläuft, in dem nicht nur eine Bombe platzt.

Eckhard Fuhr, Die Welt 18.07.2016
„Albert Ostermaier gibt mit „Gold“ den Nibelungenfestspielen ordentlich Zunder. Eine Komödie hat Albert Ostermaier in seinem zweiten Jahr als Hausautor der Nibelungenfestspiele geschrieben, die das bewährte Muster des Stückes im Stück auf virtuose Weise variiert. (…) In der ersten Draufsicht ist Ostermaiers Stück eine derbe, kein Klischee scheuende Satire auf die Film- und Theaterwelt mit ihren Abgründen und Eitelkeiten. (…) Beim zweiten Hinsehen ist die Sache trotz aller kalauernden Namensanspielungen auf Größen der Filmwelt nicht mehr so lustig. (…)“
Egbert Tholl, Süddeutsche Zeitung, 18.07.2016
„(…) Ostermaier schrieb ein Stück, das nur bedingt Rücksicht nimmt auf die Aufführungssituation an der frischen Luft. Das ist aber gut so. „Gold“, so der Titel von Teil 2 seiner Trilogie, ist ein Meta-Mythen-Drama, das vor allem eines sucht: eine Nibelungen-große Verblendung in unserer Gegenwart. Ostermaier findet sie im Filmgeschäft. (…) Das ganze Filmteam ist eine heruntergekommene Mischpoke desillusionierter, abgehalfterter Figuren, die verlorenen Träumen und Sehnsüchten nachhängen und nichts anderes zu tun haben, als sich gegenseitig das Leben zur Hölle zu machen. Alle sind pleite, nicht nur materiell. (…) Immer dichter wird die Aufführung, die lange Zeit ihren Rhythmus nicht findet auf der Riesenbühne, auf der die Nibelungen-Darsteller wohnen wie die Laborratten hinter Plexiglas. Doch eben, je dichter, desto irrer, die Grenzen zwischen den Ebenen verschwinden völlig, es gibt ein Gemetzel, einen roten Blutrausch, als wäre man auf Etzels Burg. Es wird wüst und wüster, eine apokalyptische Parabel, die Mythenstoff und Filmerei hinter sich lässt und in den Fluten auf der Bühne versinkt, bis man ganz verdattert ist und sich nur noch den Pfälzer Rotwein ersehnt, rot wie Blut.
„Dr. Thomas Bellut, Intendant des ZDF, 25.06.2016
„Auch in seinem zweiten Jahr als Intendant geht Nico Hofmann neue Wege und präsentiert die Nibelungen-Fassung des Autors Albert Ostermaier „GOLD. Der Film der Nibelungen.“ Dass der Streit der Königinnen dieses Jahr an einem Filmset ausgetragen wird, verspricht eine spannende und ungewöhnliche Perspektive auf die Nibelungensage, zumal mit Nuran David Calis ein Garant für innovative Regiearbeit engagiert wurde (…) Nicht zuletzt sind es diese experimentellen Zugänge, die dazu beigetragen haben, dass die Nibelungen-Festspiele in den vergangenen Jahren weit über die Grenzen von Worms hinaus an Strahlkraft gewonnen haben. Das ZDF freut sich sehr, diese positive Entwicklung mit der gemeinsamen Medien-Partnerschaft zu unterstützen.

Project details

  • Nibelungenfestspiele Worms – UA 15. Juli 2016
    Inszenierung: Nuran David Calis; Bühne: Irina Schicketanz
    Kostüm: Amélie von Bülow; Lichtdesign: Kevin Sock; Video: Geraldine Laprell
    Musik: Vivian und Ketan Bhatti
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