News/Aktuell

  
  Eingeladen vom Goethe Institut in Amsterdam ist Albert Ostermaier vom 12.-15. November  mit „Lenz im Libanon“ und Vorträgen zum Thema „Drama/szenische Lesungen“ auf Lesereise in den Niederlanden (Amsterdam, Zwolle, Utrecht, Leiden). 
  22. November 2018 Alphabet of Love“ – Lesung in der Bar Gabányi mit Wiebke Puls und Musik von Hans Platzgumer 
28. November 2018 „Starnberg ist überall, aber nicht zur Gänze“ – Friedrich Ani und Albert Ostermaier lesen Achternbusch 
 
Albert Ostermaier arbeitet an einem neuen Gedichtband der Anfang 2019 im Suhrkamp Verlag erscheint: „Über die Lippen“ 

 

22. November 2018 - 20.30 Alphabet of Love - Lesung in der Bar Gabányi

Wiebke Puls, Albert Ostermaier und Hans Platzgumer 

Wer anders als Roland Barthes konnte sich im vergangenen Jahrhundert trauen, ein ABC der Liebe zu erstellen? Sein essayistisches Buch mit dem Titel „Fragmente einer Sprache der Liebe“ verzauberte die Leser und wurde ein Bestseller.

Wer anders als Albert Ostermaier könnte sich zu Beginn dieses Jahrhunderts trauen, auf dieses Liebes-ABC zurückzugreifen und das Abenteuer des Unbeschreiblichen in einer ganz eigenen, die Sprache und Botschaften der heutigen Liebe wie ein Echolot durchstreifenden Lyrik zu beschwören?

In der Trilogie „Alphabet of Love“ in der Bar Gabányi liest Albert Ostermaier seine frisch verfassten Gedichte. Das Barthe’sche Liebes-ABC hören wir von der wunderbaren Wiebke Puls, klangvoll unterstützt durch den einzigartigen Schriftsteller, Musiker und Komponisten Hans Platzgumer.

 


Friedrich Ani und Albert Ostermaier lesen Achternbusch – Moderation:
Dr. Brigitte Rambeck – Eintritt frei

Friedrich Ani:
„Für mich war und ist er der Mutigste von allen; von allen Filme¬ machern hierzulande, allen Dichtern, allen Malern. Herbert Achternbusch war der Souffleur auf der Bühne meines Schreibens von Anfang an; klein beigeben oder Schwäche zeigen war nicht erlaubt; er brüllte dann und stürmte selbst auf die Bühne, und ich wurde stumm und lernte wieder einmal aufrecht gehen beim Schreiben. Außer Beckett habe ich keinen Schriftsteller je so bewundert.“

Albert Ostermaier:
„Achternbusch, das musste man schon aushalten, das war immer ein Leberhaken, und ich dachte nur an einen (…) seiner Sätze, der sich mir eingehämmert hatte: Du hast keine Chance, aber nutze sie. Achternbusch war für mich, den Klosterschüler, der Anarcho-Goethe, ohne den es unmöglich war, selbst zum Dichter oder Lenz zu werden, man musste zu ihm pilgern wie nach Altötting zur schwarzen Madonna, er war der personifizierte Widerstand und Widerspruch gegen dieses Bayern, das die Zeilen schwärzte und die Seele.“

 

Verstörungen - Ein Fest für Thomas Bernhard 19.-23. September 2018
  Über Schlösser: Franz Kafka und Thomas Bernhard

24.09.218 Salzburger Nachrichten, Bernhard Flieher:
„Beim Fest „Verstörungen“ trafen die alten Meister Bernhard und Kafka zusammen – aber es wurde auch viel über die Zukunft geredet.
(…) Ein bisschen überzogen. Das muss nicht verwundern. Reiner Stach stellt ja ein Monster vor. Drei Bände. Tausende Seiten. Davon passt wenig in eine Stunde Lesezeit. Es geht in Stachs Biografie um Franz Kafka, der wiederum nicht zu jenen Schriftstellern gehört, die schnell und leicht erklärt sind. „Ein schrecklich großes Schiff“, heißt es in Kafkas „Amerika“. Kafkas Werk und auch das von Thomas Bernhard sind Dampfer der deutschsprachigen Literatur. Da kann einiges ins Wanken kommen. Aber nur zeitlich. Und nur dieses eine Mal an den fünf Tagen des Festivals „Verstörungen“, das auch bei seiner siebten Auflage ein Lese-Marathon im Schloss Goldegg ist. Sonst läuft im Programm alles nach Plan. Überzogen wird bei diesem „Fest für Thomas Bernhard“ erst abends. Dann ist ausgelesen, aber ausdiskutiert und ausgeplaudert und ausgetrunken ist lange nicht alles. (…)“

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